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Online-Projekt sagt Stress den Kampf an: Immer mehr Berufstätige leiden unter psychischen Erkrankungen. Ein Projekt will mit einem Online-Analyseprogramm helfen, Stressfaktoren rechtzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten.

PsyGA steht für “Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz” und will darüber informieren, wie sich Beschäftigte vor zu viel Stress schützen und Belastungen entgegenwirken können. Entstanden ist es im Rahmen der Initiative “Neue Qualität der Arbeit” des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales in Zusammenarbeit mit dem Dachverband der Betriebskrankenkassen (BKK).

Stressoren und Ressourcen
“Es geht darum, Belastungsfaktoren zu identifizieren”, sagt Jessica Lang, Professorin für Betriebliche Gesundheitspsychologie am Institut für Arbeitsmedizin der Uniklinik RWTH Aachen. Sie hat für das Projekt ein eLearning-Tool entwickelt, das im Internet abgerufen werden kann. Anhand eines Fragenkataloges analysiert das Programm die individuellen Be- und Entlastungsfaktoren des Probanden, die sogenannten Stressoren und Ressourcen.

“Solange es mehr Ressourcen als Stressoren gibt oder das Verhältnis zumindest ausgeglichen wird, trägt das zur psychischen Gesundheit bei”, erläutert Lang. Kippe das Verhältnis, könne sich langfristig daraus eine psychische Erkrankung ergeben. Unter den Ressourcen verbucht sie etwa die Vielfältigkeit der Aufgabe, den Handlungsspielraum, eine klare Zuständigkeit, gute Arbeitsmittel, die Möglichkeit zur Fortbildung sowie ein nettes Kollegium. Stressoren könnten dagegen eine Über- oder Unterforderung, eine ständige Erreichbarkeit auch zu Hause, Zeitdruck sowie ein schlechter Umgang mit den Kollegen sein.

“Am Ende erstellt das Tool eine individuelle Bilanz und gibt Handlungsempfehlungen”, berichtet Lang. So könne das Programm zum Beispiel dazu raten, das Gespräch mit einer Führungskraft zu suchen, und den Arbeitnehmer mit konkreten Tipps und Beispielen auf ein solches Gespräch vorbereiten. Eine andere Empfehlung seien etwa Entspannungstechniken. Dabei könne das Tool auch ermitteln, welche Methode dem Betroffenen besonders liegen könnte: “Insgesamt dauert das Ganze etwa 45 Minuten.”

2015-09-15-psyga-e-learning-tool

http://www.inqa.de/DE/Service/Meldungen/2015/2015-09-15-psyga-e-learning-tool.html

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