Was nach einem Trauma durch jegliche Art von Gewalt besonders wichtig ist

 

Was nach einem Trauma durch jegliche Art von Gewalt besonders wichtig ist

Nach ICD-10

müssen bei einer andauernden Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung mindestens zwei der folgenden Symptome vorliegen:

  • andauerndes Gefühl der Leere und Hoffnungslosigkeit
  • andauerndes Gefühl von Nervosität oder Bedrohung ohne äußere Ursache
  • feindliche oder misstrauische Haltung gegenüber anderen
  • sozialer Rückzug
  • andauerndes Gefühl der Entfremdung von anderen Menschen

Die Seele…

  • macht einen Menschen lebendig, unverwechselbar, eigen, anders als andere.
  • umfasst, was wir denken, fühlen, wahrnehmen und wie wir es erleben und verarbeiten.
  • beeinflusst unser Leben, unser Sein. Sie verleiht unseren Lebensäußerungen Sinn.

Das Wunderbare:

Wir können unsere Seele stärken, ihr Flügel wachsen lassen, auch wenn sie gerade müde, verletzt oder völlig chaotisch ist.

Was nach einem Trauma

durch jegliche Art von Gewalt besonders wichtig ist:

  • Sehen Sie in sich den Überlebenskünstler
  • Stabilisierung ist das erste Ziel
  • Setzen Sie Grenzen
  • Überfordern Sie sich nicht
  • Achten Sie auf Ihr Gleichgewicht
  • Alltagsnahe Achtsamkeitsübungen klären und beruhigen

 

Wenn Sie einen kompetenten Therapeuten suchen,

„müssten Sie sich in den ersten Gesprächen vergewissern, ob er die folgenden Voraussetzungen mitbringt:
1 – Die Bereitschaft, Ihre Fragen über seine (ihre) Sicht auf seine (ihre) Kindheit und Ausbildung im Erstinterview zu beantworten.
2 – Die Freiheit, sich über die Grausamkeiten Ihrer Eltern zu empören und NICHT neutral zu bleiben, wenn Sie Ihre Geschichte erzählen.
3 – Die Fähigkeit, Ihnen empathisch beizustehen, wenn Sie endlich Ihren Zorn erleben und ausdrücken können, den Sie Jahrzehnte lang aus Angst vor der Strafe zurückgehalten haben.
4 – Die Weisheit, Ihnen nicht Vergessen, Vergebung, Meditation, positives Denken und buddhistische “Weisheit”, die echte, lebenswichtige ” Emotionen als “negative” bekämft, zu empfehlen und auf diese Weise Ihre Schuldgefühle noch zu steigern.
5 – Die Redlichkeit, Ihnen nicht leere Worte wie „Spiritualität“ und andere anzubieten, wenn Ihre Geschichte zu große Ängste beim Zuhörer hervorrufen sollte.
6 – Das Wissen, dass sich der leidende Erwachsene von dem in seinem Körper gespeicherten Zorn als Reaktion auf die in der Kindheit erfahrenen Misshandlungen befreien muss, indem er diesen Zorn bewusst erlebt, ausdrückt und seine Berechtigung versteht.“ (Quelle alice-miller.com/de/, Stand 09.12.2018)

Eine der Möglichkeiten, ist die  EGO-State-Therapie nach Kai Fritsche (eine psychotherapeutische Methode aus der Traumatherapie)

Methoden

Die Therapie erfolgt in vier Phasen:

  • innere Sicherheit schaffen
  • Trauma finden, Ressourcen klären
  • stabilisieren, Traumaerfahrung durcharbeiten
  • Erfahrungen integrieren, Persönlichkeit und Identität festigen

Bitte auf das Bild klicken. Es öffnet sich ein Youtube Video

Einfuehrung in die Ego-State-Therapie n K. Fritsche

 

Ich-Anteile nutzen

„Jeder Mensch trägt verschiedene Persönlichkeitsanteile – Ego-States – in sich. In der Partnerschaft etwa erleben wir andere Gedanken und Gefühle als in unserem beruflichen Umfeld und passen unser Verhalten entsprechend an. Unsere Ego-States leben in Einklang miteinander. Sie sind klar bewusst und werden von der Person gelenkt.
Menschen mit schweren traumatischen Erfahrungen entwickeln jedoch zum Schutz ihrer Persönlichkeit Abwehrmechanismen gegen Schmerz- und Angstgefühle. Einige tun dies, indem sie ihre Persönlichkeitsanteile unbewusst in verschiedene, gegeneinander wirkende Ich-Anteile „aufteilen“. Die Ego-State-Therapie hilft den Ich-Anteilen, sich wieder eine harmonischer Beziehung zueinander zu finden.
Kai Fritzsche und Woltemade Hartman geben in dieser kompakten Einführung einen Einstieg in die effektive Methode. Sie stellen in vielen Fallbeispielen das Behandlungsmodell vor und machen mit der Konzeption und den Eigenschaften von Ego-States vertraut. Viele Übungen, Interventionen und Skripte vermitteln grundsätzliche Techniken aus der praktischen Arbeit und bieten Anregungen für die tägliche Praxis.“

[Quelle Rückseite Umschlag „Einführung in die Ego-State-Therapie Taschenbuch – 1. Februar 2014 von Kai Fritzsche (Autor), Woltemade Hartman (Autor)]

https://www.carl-auer.de/programm/artikel/titel/einfuehrung-in-die-ego-state-therapie/

Terminservicestellen

Ohne lange Wartezeiten einen Termin beim Facharzt oder Psychotherapeuten finden – dabei können die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) helfen. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/terminservicestellen/

„Seit dem 1. April 2018 gilt für die Patientinnen und Patienten, dass sie in der Regel eine psychotherapeutische Sprechstunde aufsuchen sollten, bevor eine weitergehende ambulante psychotherapeutische Behandlung begonnen wird. Ausnahmen gibt es für Patientinnen und Patienten, die aufgrund einer psychischen Erkrankung in einer stationären Krankenhausbehandlung oder rehabilitativen Behandlung waren. Sie können ohne vorherige Sprechstunde mit probatorischen Sitzungen oder einer Akutbehandlung beginnen. “ (Quelle https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/p/psychotherapeutische-sprechstunde.html)

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Innovations- und Experimentierfreude für die Soziale Arbeit

Innovations- und Experimentierfreude für die Soziale Arbeit

Die Freie Wohlfahrtspflege ist mit ihren zahlreichen Einrichtungen und Diensten der zweitgrößte Arbeitgeber Deutschlands.

Allerdings ist diese wichtige Arbeit immer stärkeren Herausforderungen ausgesetzt. Auf der einen Seite sinkt das Angebot an fachkundigen Arbeitskräften, insbesondere in ländlichen Regionen. Andererseits steigt durch die demografische Entwicklungen der Bedarf an sozialen Dienstleistungen. Es wird zunehmend schwerer Fach- und Führungskräfte zu gewinnen oder hohe Fluktuationsraten in den Betrieben abzuwenden. So muss die Sozialwirtschaft möglichst schnell neue Lösungsansätze finden, um eine nachhaltige Personalpolitik aufzubauen und einer alternden Belegschaft gerecht zu werden.

Eine Öffnung zu innovativen Sichtweisen, Konzeptentwicklungen mit den Mitarbeitenden und neue Formate sind erfreulicherweise in letzter Zeit  zunehmend zu beobachten. Eine Idee ist: Spaß am Ausprobieren neuer Dinge haben

Experimentierfreude bedeutet gewohnte Wege zu verlassen und mal etwas ganz Neues ausprobieren, auch wenn man nicht weiß, ob es funktionieren wird. Ein Experiment wagen heißt auch, mit Neugier und Phantasie Grenzen zu hinterfragen.

Einige Beispiele für Experimentierräume:

Das Barcamp Format

Ganz anders als bei klassischen Konferenzen bestimmen die Teilnehmenden die Agenda bei einem Barcamp selbst vor Ort und finden so viel Gelegenheit für Austausch und dafür neue Ideen zu entwickeln. Lange Frontalvorträge und PowerPoint-Präsentationen gibt es nicht. Denn neue Ansätze und Konzepte können am besten in einem freien, interaktiven Rahmen besprochen werden. Um maximalen Dialog und Networking auf Augenhöhe zu ermöglichen, duzen sich die Teilnehmenden eines Barcamps auch.

Diakonie Personaler Barcamp

– Personalarbeit strategisch. kreativ. digital.  Wie kann ich in der Personalarbeit neue Ideen einbringen? Diese Frage bewegt viele PersonalerInnen. Ganz egal, ob Du aus dem Personalmanagement, der Personalentwicklung, dem Recruiting oder dem Personalmarketing kommst – Du hast hier die Gelegenheit, eigene Inhalte einzubringen oder schlicht bei Themen und Fragen der anderen TeilnehmerInnen mitzudiskutieren. Es lohnt sich in jedem Fall! Bundesweit treiben diakonische Träger und Einichtungen vor Ort die Modernisierung ihrer Personalarbeit voran. Nun wollen wir uns vernetzen und voneinander lernen.
https://karriere.diakonie.de/diakonie-personaler-barcamp/

Barcamp Soziale Arbeit

SozialCamp 2016 … 60 Leute
SozialCamp 2017 … 120 Leute
SozialCamp 2018 … 180 Leute

„BarCamp 2016“: So werden wir lernen & arbeiten. Das BarCamp ist das Sinnbild dafür wie zukünftig unsere Lern- und Arbeitswelten funktionieren werden.

Die offene Konferenz wird von verschiedenen Caritas-Verbänden veranstaltet und ist für alle Interessierte offen.  Digitalisierung wandelt alle gesellschaftlichen Bereiche: Arbeitswelt, Freizeit, Konsum, Wohnen, soziale Beziehungen und auch die soziale Arbeit. Getrieben wird sie durch technische Innovationen. Wie weit wird der Wandel gehen? Welche Auswirkungen haben diese und andere gesellschaftliche Veränderungen auf die Pflege, Jugendhilfe, Behindertenhilfe, Wohnungslosenarbeit und andere Arbeitsbereiche? Wo stehen die Verbände und Institutionen, die sich um soziale Arbeit kümmern und sich in diesen Bereichen engagieren? https://sozialcamp.de/

BarCamp Soziale Innovation

Die Digitalisierung von Sozial- und Gesundheitsdienstleistungen geht in eine zweite Phase. Nicht mehr nur administrative Prozesse werden digital abgebildet, sondern die Hilfesuchenden verbinden sich auf digitalen Wege mit ihren Helfern, Sozialleistungsträgern und untereinander. Digitale Anwendungen werden stärker als bisher Teil des Kernbereichs der helfenden Dienstleistung. Für die Antragstellung, Hilfeplanung, Zuweisung zu Helfern, Dokumentation, Erfolgskontrolle und Evaluation eröffnet dies neue Möglichkeiten. Welche Ideen haben Sie für neue digitale Anwendungen? Welche Randbedingungen sind Ihnen wichtig?      Das BarCamp Soziale Innovation ist eine Veranstaltung der Evangelischen Hochschule Nürnberg in Kooperation mit spectrum sociale – Gemeinschaft für Weiterbildung, Forschung und Beratung in der Sozialen Arbeit e.V. http://www.innovation-sozial.de/

WhatsApp in der Berufsberatung

Die Autorin Maja Schäfer selber ist verantwortlich für die Kampagne „Soziale Berufe kann nicht jeder“ und war die erste in Deutschland überhaupt, die WhatsApp in der Berufsberatung eingesetzt hat. https://blog.soziale-berufe.com/2017/07/10/3-fragen-aus-unserer-whatsapp-karriereberatung/

Recruiting to go für Sozial- und Pflegeeinrichtungen

Das Buch „Recruiting to go für Sozial- und Pflegeeinrichtungen: Sofort umsetzbare Ideen, Tipps und Tools zur zeitgemäßen Personalgewinnung“ von Maja Schäfer enthält viele Praxisbeispiele und Handlungsempfehlungen, die sich leicht adaptieren lassen. Und es behandelt alle relevanten Themen und Trends: Vom „Klassiker“ Stellenanzeige, über Karriere-Website bis hin zu den Trend-Themen Active Sourcing, Matching, digitale Mitarbeiterempfehlungsprogramme oder mobile Recruiting. https://recruiting2go.de/2017/01/12/recruiting-to-go-fuer-sozial-und-pflegeeinrichtungen/

Die ConSozial

Die Non-Profit-Veranstaltung findet jährlich im Herbst in Nürnberg statt. Die jährlich über 5000 Besucher der ConSozial sind v. a. Führungs- und Fachkräfte aus sozialen Einrichtungen und Verbänden sowie Sozialverwaltungen, Lehrende aus dem Bereich der sozialen Berufe, Sozialwissenschaftler sowie Studierende.  Themen sind Networking, Am Puls des Sozialen, Akteure aus allen Arbeitsfeldern der Sozialwirtschaft, Ideenschmiede „Was bewegt die Welt der Sozialwirtschaft von morgen?“ Deutschlands größte KongressMesse für den Sozialmarkt wird veranstaltet vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.  https://www.consozial.de/

Social Media in der sozialen Arbeit?

Eine Kommunikations- und Arbeitskultur wie sie in digitalen sozialen Netzwerken praktiziert wird, sollte meines Erachtens in den Alltag in sozialen Organisationen etabliert werden. Sozialarbeitende sind Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und Experten für ihren jeweiligen Arbeitsbereich der Sozialen Arbeit und für die Arbeitgeber und Klienten der Wohlfahrt gegenüber des Gemeinwesens. Ein schöner Artikel von Sabine Depew: https://zeitzuteilen.blog/2015/12/10/social-media-in-der-sozialen-arbeit/

DSGVO (auch bekannt als GDPR) und ein paar Tipps

Europas Allgemeine Datenschutzverordnung

DSGVO, auch bekannt als GDPR, ist eine neue und weitreichende Datenschutzverordnung, bei der vieles zu beachten ist.

Ist bei Euch / Ihnen die DSGVO in Arbeit? Auch für die Soziale Arbeit ist die Anwendung der Datenschutzgrundverordnung relevant.

Für Non-Profit-Organisationen und kirchliche Arbeitgeber ist Wissenswertes rund um die DSGVO und den kirchlichen Datenschutz und praxisnahe Lösungen hier pointiert zusammengestellt unter:

https://kirchen-kommunikation.de/dsgvo-gemeinde-kirche-non-profit/

 

Ein paar weitere Erklärungen:

Es gibt eine Reihe von ersten Fragen, die sie sich stellen müssen:

  1. Gibt es ein Bewusstsein in Ihrem Unternehmen oder ihrer Einrichtung, dass Datenschutz Chefsache ist, z.B. durch die Regelung der Verantwortlichkeit, das Bewusstsein über Datenschutz-Risiken.

  2. Verfügt Ihr Unternehmen oder ihre Einrichtung über einen Datenschutzbeauftragten (betrieblich oder auch extern).

  3. Haben Sie bereits ein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten. Wer kann es erstellen, bis wann?

  4. Haben Sie einen Auftragsverarbeiter (IT-Unternehmen, externe Buchhaltung etc.). Gibt es eine Übersicht, gibt es Vereinbarungen dazu?

  5. Haben Sie bereits alle Texte zur datenschutzrechtlichen Information der betroffenen Personen angepasst?

  6. Haben Sie alle Einwilliungserklärungen zu den Sie betreffenden Bereich aktuell vorliegen. Gibt es Musterformulare?

Mehr bei: https://www.socialnet.de/editorials/datenschutz-geht-uns-alle-an.html

 

  Rezension DSGVO-Bibel : 

Ich befasse mich, seit Wochen mit der Datenschutz Grundverordnung.

Siehe mein Artikel „Die DSGVO bzw Datenschutz Grundverordnung und meine Umsetzung bei wordpress und Homepage

Nun suchte ich vertiefende Erkenntnisse. Im Buch DSGVO-Bibel bin ich fündig geworden zu Themen wie Datenschutz, Impressum, Newsletter, Auftragsverarbeitungsvertrag, TOM, Kontaktformular, Statistik und einer Checkliste für den Schnelldurchlauf.

Weitere Tipps zu kostenlosen Plugins helfen weiter. Auch der Vier-Wochen-Plan ermöglicht strukturiert „an die Sache zu gehen“, statt der Überforderung der Komplexität der Materie zu erliegen ;-)
Das Buch ist auch für Anfänger gut und flüssig lesbar.

Erstaunlich preisgünstig ist das Buch zudem.

 https://www.amazon.de/DSGVO-Bibel-Datenschutz-Grundverordnung-kompakt-verstehen-Online-Unternehmen/dp/3947402031/

 

     Rezension Datenschutzverwaltung:

Die Umsetzung der DSGVO ist schwierig und unübersichtlich. Dennoch will ich „auf Nummer Sicher gehen“ und soweit wie möglich den Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung gerecht werden.

Wie viele andere habe ich als (Klein-) Unternehmerin viele Informationsquellen im Internet durchstöbert und fühlte mich verunsichert. Die Datenschutzerklärungen und das Impressum konnte ich mit Hilfe von Generatoren für meine Homepage und Blogs noch erstellen. Ich wusste allerdings nicht, wo ich anfangen sollen, um ein Verarbeitungsverzeichnis zu erstellen. Mir ist bekannt, dass die DSVGO davon ausgeht, dass ein Datenschutzmanagementsystem unterhalten wird. Das bedeutet, es soll der Datenschutz in einem Prozeß gemanagt werden. (Verwaltung der Betroffenenrechte und Meldung von Datenschutzverletzungen, Erfassung und Verwaltung der Mitarbeiter, Software, Hardware, Dokumente/Dateien, technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) …)

So kann ich sagen, dass ich einige Anlaufschwierigkeiten hatte, das Programm „Datenschutzverwaltung – Die Software für den Datenschutz nach der DS-GVO“ anfänglich zu verstehen. Nach wenigen Tagen war mir der Umgang mit dem Programm vertraut. Ein Fragenkatalog und zahlreiche vorausgefüllte Vorlagen, der meisten Tätigkeiten, erleichtet die Erstellung des Verarbeitungsverzeichnisses erheblich. Nach der ersten Datenerfassung, wird die Arbeit immer leichter. Auch eigene Änderungen können leicht vorgenommen werden. Monatliche oder jährliche Folgekosten fallen nicht an.

https://www.amazon.de/Datenschutzverwaltung-Software-Datenschutz-DS-GVO-Kaufversion/dp/B07BYKD699/

 

Was lässt sich dagegen tun? #Metoo – Klare Ansage in drei Schritten

Seit jeher findet es statt: Zwischen Führungskräften und Untergebenen, Kolleginnen und Kollegen, Fachkräften und unterstützungsbedürftigen Personen…

 

Alle Formen der Belästigung ernst nehmen

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist für die Bereiche Pflege und Betreuung bislang kaum erforscht. Eine unveröffentlichte Vorstudie der BGW und der Universität Hamburg zum Thema gibt aber Hinweise darauf, dass wahrscheinlich viele Beschäftigte im Pflege- und Betreuungskontext entsprechende Erfahrungen machen. Das Spektrum reicht von nonverbalen Belästigungen wie dem Zeigen anzüglicher Bilder oder Gesten über entsprechende verbale Äußerungen bis hin zu körperlichen sexuellen Übergriffen.

Ferner deutet die Befragung von 345 Personen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen auf Zusammenhänge zwischen sexueller Belästigung und Gesundheitsproblemen wie Depressivität und psychosomatischen Beschwerden hin – auch bei nonverbalen und verbalen Vorfällen. „Man sollte also nicht nur gravierende körperliche Übergriffe, sondern alle Formen der Belästigung ernst nehmen“, erklärt Projektleiterin Dr. Mareike Adler von der BGW.

Klare Ansage in drei Schritten

Wenn es zu einer Belästigung kommt, empfiehlt die BGW eine deutliche Reaktion in drei Schritten:

  1. Aussprechen, was gerade passiert ist.
  2. Sagen, was das mit einem macht.
  3. Fordern, was das Gegenüber zukünftig tun oder lassen soll.

Konkret kann das zum Beispiel lauten: „Sie haben gerade eine sexuelle Anspielung gemacht. – Das verletzt mich. – Unterlassen Sie das!“ Ein solches Antwortschema erfüllt gleich zwei Funktionen, wie Arbeits- und Organisationspsychologin Dr. Heike Schambortski von der BGW erläutert: „Es hilft, in entsprechenden Situationen schnell und resolut zu reagieren. Und es zeigt der belästigenden Person sofort auf, dass sie eine Grenze überschritten hat.“

Keine Diskussion

Keinesfalls sollte man sich auf Diskussionen einlassen, so der Rat der BGW. „Was eine Verletzung ist, bestimmt die verletzte Person, nicht die verletzende“, betont Dr. Schambortski. „Menschen nehmen unterschiedlich wahr, was eine sexuelle Belästigung ist und wie schwer sie die betroffene Person verletzt.“

Für den beruflichen Kontext gibt es aber klare Grenzen: „Alle Worte und Handlungen, die Männer und Frauen in ihrer Sexualität spiegeln, haben am Arbeitsplatz nichts zu suchen“, stellt die Expertin klar. Das gelte ebenso für Pflege- und Betreuungssituationen.

Unternehmen ebenfalls gefordert

Zum betrieblichen Arbeitsschutz gehört auch der Schutz der Beschäftigten vor sexueller Belästigung. Damit der gelingt, muss das Thema dort als Handlungsfeld erkannt und offen angegangen werden. Weitere wichtige Informationen zum Umgang mit sexueller Belästigung finden sich unter: https://www.hinschauen-helfen-handeln.de/  (Eine gemeinsame Initiative der evangelischen Landeskirchen und der Diakonie)

Lästern ist so gestern – Der Adapter – Gemeinsam für ein gesundes Betriebsklima: Projekt kommmitmensch

 

Lästern, schikanieren, mobben
Solche Kolleg*innen wünscht sich niemand

 

 

„Wer solche Kollegen hat, braucht keine Feinde mehr“: Sie lästern, mobben, säen Zwietracht – und vergiften damit das Betriebsklima. Welche Auswirkungen hat das? Mit dieser Frage beschäftigt sich der neue Social-Media-Clip, den die Unfallkassen und Berufsgenossenschaften heute im Rahmen ihrer Präventionskampagne kommmitmensch veröffentlicht haben. Das Video zeigt eine Szene im Konferenzraum. Der neue Kollege versucht verzweifelt den Beamer an seinen Laptop anzuschließen. Es klappt nicht. Ihm fehlt schlicht der richtige Adapter. Zwei Team-Mitglieder starten eine fiese Lästerattacke. Höhepunkt: Einer der Kollegen öffnet sein Sakko. Darin zu sehen: mehrere Adapter, die er dem Neuen nicht anbietet.

„Das Video zeigt auf provokante Art, wie sehr jede und jeder einzelne mit seinem Verhalten zum Betriebsklima beiträgt“, sagt Gregor Doepke, Leiter Kommunikation der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. „Das soziale Klima in einem Betrieb ist für alle Beschäftigten spürbar. Es prägt die Menschen, den Charakter eines Unternehmens und es kann sogar die Gesundheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beeinflussen. Ein gutes, gesundes Betriebsklima bei der Arbeit entsteht nur durch gegenseitige Wertschätzung, Respekt und Vertrauen. Dann kann es sogar zum Erfolgsfaktor werden.“

„Der Adapter“ ist der zweite von bisher drei geplanten Social-Media-Spots, die allesamt von der Regisseurin Isa Prahl umgesetzt werden. Die Clips greifen nach und nach die Handlungsfelder der Kampagne auf. Betriebsklima ist eines davon.  (Quelle: DGUV)

Den Film können Sie hier ansehen

Das Betriebsklima beschreibt die Eigenschaften und Attribute eines Betriebes. Studien belegen seinen Einfluss auf die Gesundheit – sowohl der einzelnen Beschäftigten als auch der Organisation als Ganzes. Denn ein gutes Betriebsklima geht einher mit einer Reihe von grundlegenden Werten, die gleichermaßen leistungsfähige Betriebe auszeichnen:

  • ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl
  • soziale Unterstützung
  • gegenseitiges Vertrauen
  • gute Kommunikation
  • konstruktiver Umgang mit Fehlern und Konflikten
  • gemeinsame Werte und Normen
  • individuelle Wertschätzung
  • gute Führung

–> Merke: Ein gutes Betriebsklima entsteht durch gegenseitige Wertschätzung, Respekt und Vertrauen.

Es hilft auch, sich mit der „Achtsamen Kommunikation“ zu befassen. Liebe als Grundlage der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg

Die Ansätze der „Gewaltfreien Kommunikation“ bzw. deren Ziele:

  • Eigene Befürfnisse erfüllen, ohne andere zu beeinträchtigen – ohne ihnen Gewalt anzutun
  • Befriedigende Beziehungen aufbauen, wiederherstellen und erhalten
  • Schmerzhafte Kommunikation verhindern
  • Konflikte nutzen
Arbeitseinblicke mit schöner Musik. Oder: So kann eine Tagungsdokumentation auch aussehen.

Arbeitseinblicke mit schöner Musik. Oder: So kann eine Tagungsdokumentation auch aussehen.

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„Einblick in die Tagungsdokumentation“
Gefällt mir sehr gut. Auch gute Ansätze für die #soziale #Arbeit #sozialwirtschaft #Sozialarbeit

FÖHR

Für die Tourismusmarketing Niedersachsen GmbH habe ich im August 2016  eine Gesundheitswerkstatt dokumentiert. D.h. ich habe zeitgleich Vorträge und Arbeitsergebnisse aus den Workshops auf dem Ipad festgehalten. Diese wurden in den Pausen über Beamer gezeigt, und bei der Reflexion zu den Ergebnissen.

Und so sah das dann aus:

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5 Tipps, wie Du den Überblick über Deine Jobs und Projekte behältst

mampels welt

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Sozialschaffende sind nicht unbedingt dafür bekannt, sich mit Selbstorganisations- bzw. Selbstmanagement-Methoden zu befassen. Selbst in Leitungsfunktionen finden sich viele SozialarbeiterInnen und PädagogInnen, die ganz idealistisch das Richtige wollen – aber durch ihr chaotisches Tun und Handeln häufig Schaden anrichten: Am Projekt. An der Organisation. An den Mitarbeitenden. An sich selbst. Häufig haben wir es hier mit hochgradig engagierten und ehrenwerten Kolleginnen und Kollegen zu tun, die – leider sehr häufig – in der Hoffnung und Annahme vor sich hinwurschteln, dass „das alles schon irgendwie klappen wird, solange man das richtige will….“  Ressourcen, Zeit, Geld und Nerven aller Beteiligten werden strapaziert und verschwendet. Häufig scheitern Führungskräfte im Sozialbereich, weil sie ein paar grundlegende Selbstmanagement- und Produktivitätsregeln nicht kennen oder nicht beachten…. Aber – und jetzt kommt eine gute Nachricht! – das muss nicht sein!

5 Methoden, die entscheiden sind für Erfolg oder Mißerfolg in Deiner Leitungstätigkeit

In den…

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